20. Internationale Bayern-Rundfahrt
20.05. - 24.05.1999

Rennberichte


5. Etappe und letzte Etappe von Dachau nach Oberstdorf am 24.05.99

Der Sieg war ihm nicht mehr zu nehmen: ein 7. Platz im Tagesergebnis der 5. und letzten Etappe der Internationalen Bayern-Rundfahrt über 180 km von Dachau nach Oberstdorf reichte Rolf Aldag vom Team Deutsche Telekom zum Gesamtsieg in der Wertung um das Gelbe Trikot der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Auch auf den nächsten Plätzen blieb alles beim alten: mit 20 Sekunden Rückstand belegte der Norweger Sven Gaute Hölestöl (Team Chicky World) vor seinem Mannschaftskollegen Torsten Schmidt aus Dortmund. Damit wurde das Team Deutsche Telekom seiner Favoritenrolle bei der Internationalen Bayern-Rundfahrt voll gerecht: Gesamtsieg für Rolf Aldag und zwei Etappensiege durch Erik Zabel. Auch Jan Ullrich setzte sich positiv in Szene. Beim Einzelzeitfahren in Pfarrkirchen wartete er mit einem 5. Platz auf und stellte sich auf den übrigen Etappen voll und ganz in den Dienst seiner Mannschaft.

4. Etappe von Pfarrkirchen nach Dachau am 23.05.99

Mit einem weiteren Etappensieg des Teams Deutsche Telekom endete die 4. Etappe der Internationalen Bayern-Rundfahrt in Dachau: nach 158 km überquerte Erik Zabel unter dem frenetischen Beifall von mindestens 15.000 begeisterten Zuschauern als Erster den Zielstrich. Zweiter im Sprint des geschlossenen Feldens wurde der Mexikaner Miguel Meza (G.S. Record Cucine) vor Jürgen Werner (Team Nürnberger). An der Führung in der Gesamtwertung um das Gelbe Trikot der Volksbanken und Raiffeisenbanken änderte sich durch dieses Tagesergebnis nichts. Hier führt weiterhin der Ahlener Rolf Aldag, ebenfalls Team Deutsche Telekom mit 20 Sekunden Vorsprung vor Sven Gaute Hölestöl aus Norwegen. 

3. Etappe/2.Halbetappe

Einzelzeitfahren in Pfarrkirchen am 22.05.99

Führungswechsel bei der Internationalen Bayern-Rundfahrt 1999: zwar verlor Christian Henn sein Gelbes Trikot an einen anderen Fahrer, doch der kommt auch aus dem Team Deutsche Telekom. Ein zweiter Platz im Einzelzeitfahren reichte Rolf Aldag, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen. Etappensieger wurde der Schwede Martin Rittsel vom Team Chicky World mit einer Zeit von 18:18,47 Minuten für die 14,6 km lange Strecke. Dritter wurde Rittsels Teamgefährt Torsten Schmidt aus Dortmund. Auch Zeitfahrspezialist Jan Ullrich enttäuschte seine Fans nicht: er belegte mit 18:51,27 Minuten den 5. Platz. 

3. Etappe/1. Halbetappe von Zwiesel nach Pfarrkirchen am 22.05.99

Zu einem äußerst kampfbetonten Rennen entwickelte sich die 3. Etappe der Internationalen Bayern-Rundfahrt über 112 km von Zwiesel nach Pfarrkirchen. Am Ende sicherte sich der Belgier Kris Gerits aus dem Team Vlaanderen 2002 den Etappensieg vor Olaf Pollack (Agro Adler Brandenburg) und Christian Heule aus der Schweiz (Ericsson-Villiger). Das Gelbe Volksbanken-Raiffeisenbanken-Trikot von Christian Henn war an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dafür hatte das Team Deutsche Telekom das Feld zu gut im Griff. Auch bei den anderen Trikots gab es keine Veränderung im Klassement: in der Schwäbisch-Hall-Bergwertung führt weiterhin Torsten Schmidt aus Dortmund (Team Chicky World), als bester Sprinter fährt Guido Fulst (Peugeot Radteam Berlin) weiterhin im blauen R+V-Trikot und der Regensburger Markus Wilfurth aus der deutschen Nationalmannschaft behauptete sich in der Nachwuchswertung um das Weiße Trikot der Bayerischen Milchwirtschaft. 

2. Etappe von Mainburg nach Zwiesel am 21.05.99

Eine souveräne Vorstellung lieferte das Team Deutsche Telekom auf der 2. Etappe der Internationalen Bayern-Rundfahrt, die am 21. Mai von Mainburg nach Zwiesel führte. Nach 184 km gewann Erik Zabel den Sprint einer 35-köpfigen Spitzengruppe klar vor dem Leipziger Jürgen Werner (Team Nürnberger) und Andreas Kappes aus Köln (Agro Adler Brandenburg). Mit einem vierten Platz in der Tageswertung sicherte sich der Heidelberger Christian Henn die Gesamtführung nach dieser Etappe und damit das Gelbe Trikot der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Das Team Deutsche Telekom war fast komplett in dieser Spitze vertreten. Auch Jan Ullrich stellte sich voll und ganz in den Dienst seiner Mannschaft und trug ganz wesentlich zum heutigen Tageserfolg bei. Am Ende reichte es für ihn zu Platz 27 in der Tageswertung. In der Nachwuchswertung um das Weiße Trikot der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft blieb alles beim alten: Markus Wilfurth aus Regensburg, bei der Bayern-Rundfahrt in Diensten der deutschen Nationalmannschaft, konnte sein Trikot erfolgreich verteidigen. Natürlich war auch er in der entscheidenden Spitzengruppe mit von der Partie. 

1. Etappe von Scheinfeld nach Mainburg am 20.05.99

Es hat nicht ganz gereicht für das Team Deutsche Telekom, dafür aber für die Kollegen aus Slovenien: der Heidelberg Christian Henn mußte sich bei der 1. Etappe der Internationalen Bayern-Rundfahrt von Scheinfeld nach Mainburg im Ziel mit Platz 2 begnügen. Den Etappensieg sicherte sich der Italiener Giacomo Battistel aus dem Team Telekom Slovenije, Platz 3 ging an Sven Gaute Hölestöl aus Norwegen (Team Chicky World). Auch in der Gesamtwertung liegt der Italiener damit nach dem ersten Tag in Front.

235 schwere km waren an diesem ersten Rundfahrttag zu bewältigen und das Feld der 96 Rennfahrer ließ es angesichts dieser Distanz zunächst eher ruhig angehen. Erst nach rund 30 Kilometern waren die ersten Attacken zu verzeichnen, dann aber riß die Serie der Ausreißversuche nicht mehr ab. Der entscheidende Vorstoß gelang einer 16-köpfigen Gruppe nach 65 Rennkilometern und damit war eine Vorentscheidung gefallen. Fast aus jedem namhaften Team waren ein oder zwei Fahrer in dieser Gruppe vertreten, die Farben des Teams Deutsche Telekom hielten Rolf Aldag und Christian Henn hoch. Hinten im Feld sorgten die Mannschaften unterdessen dafür, daß die Spitzenposition der Ausreißer nicht gefährdet wurde und so wuchs der Vorsprung kontinuierlich an. .

Jubiläums-Kriterium zur 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt

Rund 6.000 Zuschauer verfolgten begeistert das Jubiläums-Kriterium zur 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt, das am Mittwoch in Scheinfeld ausgetragen wurde. Christian Wegmann aus dem Team die Continentale/Olympia holte sich nach 60 km den verdienten Sieg in diesem schnellen und kampfbetonten Rennen. 

 

 

20. Internationale Bayern-Rundfahrt
20.05. - 24.05.1999

Hintergründe / Pressetexte

Start frei zur 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt!

In fünf Tagen quer durch Bayern - für die Teilnehmer an der 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt kein Problem. Vom 20. - 24. Mai legen die 96 Rennfahrer aus 6 Nationen mehr als 850 km zwischen Scheinfeld in Franken und Oberstdorf im Allgäu zurück.

Die absoluten Stars in dem an bekannten Namen nicht gerade armen Teilnehmerfeld sind zweifellos Jan Ullrich und Erik Zabel vom Team Deutsche Telekom. Für Jan Ullrich ist die Internationale Bayern-Rundfahrt ein weiterer wichtiger Pfeiler in seiner Vorbereitung auf die Tour de France und darüber hinaus eine willkommene Gelegenheit, sich seinen deutschen Fans zu präsentieren. Vor allem beim Einzelzeitfahren in Pfarrkirchen, seiner unbestrittenen Paradedisziplin, könnte ihm der Etappensieg gelingen.

Ganz anders sieht das Sprinter-König Erik Zabel. Er hat die Internationale Bayern-Rundfahrt bereits zweimal bestritten und dabei vier Etappensiege auf seinem Erfolgskonto verbucht. Bei der dritten Teilnahme wird dieser Saldo mit Sicherheit noch anwachsen, denn einige Etappenankünfte wie z.B. in Dachau sind wie gemacht für den schnellen Mann aus Unna. Mit seinem Klassiker-Sieg am Henninger Turm hat Erik Zabel der langen Liste seiner Erfolge einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Vielleicht klappt es ja auch einmal mit einem Rundfahrt-Sieg in Bayern. Zumindest für das Blaue R+V-Trikot des besten Sprinters hat Zabel hervorragende Karten.

Trotz der beiden Superstars sollte man einen anderen Namen im Team Deutsche Telekom nicht vergessen. Jörg Jaksche, der neue Mann im magentafarbenen Trikot, hat die Internationale Bayern-Rundfahrt sicher noch in bester Erinnerung. Im letzten Jahr beendete er die Rundfahrt als Sieger der Nachwuchswertung. Bei der Tour de France krönte er seine hervorragenden Leistungen mit einem 18. Platz in der Gesamtwertung. Auch er ist sicher zum engeren Kreis der Favoriten bei der Bayern-Rundfahrt zu zählen.

Doch nicht nur im Team Deutsche Telekom finden sich potentielle Rundfahrt-Sieger. Große Hoffnungen machen sich auch Steffen Kjaergaard und Torsten Schmidt aus der dänischen Equipe Chicky World. Kjaergaard feierte 1998 mit seinem Gesamtsieg bei der Bayern-Rundfahrt einen der größten Erfolge seiner Karriere. Auch in dieser Saison befindet sich der junge Norweger schon wieder in bestechender Form, wie er mit seinem Sieg bei der Tour de Normandie unter Beweis gestellt hat. Auch bei der Niedersachsen-Rundfahrt standen seine Chancen auf einen Platz unter den ersten 3 nicht schlecht, bevor ein Sturz alle Hoffnungen zunichte machte. Der Sieg blieb jedoch unangefochten bei Torsten Schmidt und damit innerhalb der Mannschaft. Beide empfehlen sich damit ebenso wie ihr Mannschaftskollege Martin Rittsel, in Niedersachsen auf Platz 2 in der Gesamtwertung, als Anwärter auf einen der vorderen Plätze.

Aus Brandenburg kommen die Agro Adler mit Uwe Ampler und Andreas Kappes an der Spitze. Viermal hat Ampler die Friedensfahrt bereits siegreich beendet, dreimal holte er sich den Sieg bei der Thüringen-Rundfahrt - ein echter Rundfahrtspezialist also. Mit einem starken Team im Rücken könnte der Leipziger die Konkurrenz in Bayern durchaus das Fürchten lehren.

Neu formiert hat sich in diesem Jahr das Team Gerolsteiner um den Erfolgstrainer Hans Michael Holczer. Mit von der Partie ist das ehemalige Öschelbronner Dreigestirn Uwe Peschel, Michael Rich und Andreas Walzer. Peschel wird vor allem auf das Einzelzeitfahren setzen, um im Klassement aus Siegkurs zu gehen. 1996 hatte er mit dieser Taktik Erfolg und fuhr einen ungefährdeten Gesamtsieg bei der Bayern-Rundfahrt nach Hause. Konkurrenz kommt nicht nur von Jan Ullrich, sondern auch aus dem eigenen Lager. Italien-Heimkehrer Michael Rich hat im Kampf gegen die Uhr ebenfalls sehr gute Karten. Das gleiche gilt auch für Andreas Walzer, 1998 immerhin Deutscher Vizemeister in dieser Disziplin. Volker Ordowski ist dagegen eher der Mann für die Berg-Etappen. Ihm dürfte das 2. Teilstück von Mainburg nach Zwiesel sehr gut liegen. 1995 belegte Ordoswki den 2. Platz in der Gesamtwertung der Bayern-Rundfahrt. Das Zeug zu einer Wiederholung dieses Erfolges hat er allemal.

Schwer werden es angesichts der großen Konkurrenz die Schützlinge von Bayern-Trainer Mario Kummer haben. Doch zum einen zählt der olympische Gedanke "dabei sein ist alles" und zum anderen haben die Bavarian Lions, wie sie sich selbstbewußt nennen, im letzten Jahr ein sehr gutes Bild bei ihrer heimischen Rundfahrt abgegeben. Kein einziger aus der Mannschaft hatte das Rennen aufgegeben und das trotz härtester Bedingungen, vor allem auf der Schlußetappe. Motiviert sind sie auch in dieser Saison, warum sollten Willi Koller, Florian Bauer und Co. also nicht auch einmal einen Überraschungscoup landen?

Sonderwertungen für die Spezialisten

Anreiz für besondere Leistungen bieten die drei Trikots, die in den verschiedenen Wertungen vergeben werden. Im Gelben Trikot des langjährigen Sponsors Volksbanken und Raiffeisenbanken fährt natürlich der Führende in der Gesamtwertung. Das Pendant in der Nachwuchswertung für Fahrer unter 23 ist das Weiße Trikot der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Für die Spezialisten sind die Sprint- und die Bergwertung vorgesehen. Im Blauen R+V-Trikot fährt der beste Sprinter bei der Bayern-Rundfahrt. Die ehemaligen Heißen Punkte auf den Etappen heißen jetzt R+V-Sprints und sind als zusätzlicher Anreiz zu Punkten und Zeitgutschriften mit attraktiven Prämien ausgestattet. Ähnlich gut dotiert sind die täglichen Bergwertungen. Der beste Fahrer am Berg wird darüber hinaus mit dem Roten Trikot der Bausparkasse Schwäbisch Hall ausgezeichnet. Eine Mannschaftswertung gibt es natürlich auch, sie steht wie die Sprintwertung unter dem Patronat der R+V-Versicherung.

Von der Senioren-Rundfahrt zur Top-Tour

Wenn am 20. Mai der Startschuß zur Internationalen Bayern-Rundfahrt fällt, geht für das Organisationsteam um Ewald Strohmeier ein langgehegter Traum in Erfüllung. In 20 langen Jahren hat sich die Bayern-Tour von der ehemaligen Senioren-Veranstaltung zu einer der wichtigsten Rundfahrten Deutschlands gemausert. Die Aufstufung in die Kategorie 2.4 durch die UCI spiegelt die Anerkennung für diese ungewöhnliche Entwicklung wieder, aber auch für das große Engagement, das die Veranstaltung seit vielen Jahren prägt.

1980 als reine Senioren-Rundfahrt ins Leben gerufen, blieb die Bayern-Tour bis 1988 ausschließlich Fahrern über 35 Jahren vorbehalten. Durch die Entscheidung des Weltradsportverbandes die Altersgrenze für Senioren auf 41 Jahre anzuheben, sahen sich Ewald Strohmeier und sein Team jedoch gezwungen, nach neuen Wegen zu suchen, um die Veranstaltung am Leben zu erhalten. Eines war von vornherein klar: man wollte nach 9 Jahren erfolgreichen Rundfahrt-Daseins nicht wieder von vorn anfangen und als eine unter vielen Rundfahrten nur eine unbedeutende Rolle spielen. So wagten die Organisatoren ein Experiment: 1989 trafen sich Amateure und Profis zur ersten Open-Rundfahrt in Bayern - und der Coup gelang. Die Bayern-Rundfahrt hatte wieder eine Perspektive. Langsam, aber stetig ging die Erfolgskurve nach oben. Zunächst war es schwierig, große Mannschaften zu verpflichten. Motorola im Jahr 1991 war in dieser Hinsicht ein erstes Highlight. Aber Ewald Strohmeier ließ nicht locker und seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus. 1997 brachte das Team Deutsche Telekom zum ersten Mal Erik Zabel an den Start und adelte die Bayern-Rundfahrt damit als optimale Vorbereitung auf die Höhepunkte der Saison. Andere Mannschaften sahen das auch so, wie sonst ließe es sich erklären, daß nicht weniger als sechs GS I-Teams ihre Meldung abgaben. Zuviel für eine Veranstaltung der Kategorie 2.5 urteilte die UCI und verweigerte die ersehnte Aufstufung in die Klasse 2.4. Die Freude der Bayern über den großen Erfolg ihrer Rundfahrt konnte diese Entscheidung aber kaum schmälern. Im Gegenteil, man ging mit noch größerem Ehrgeiz an die 98er-Auflage der Bayern-Rundfahrt. Und das Engagement zahlte sich aus. Im November kam die Nachricht aus Lausanne, daß es zum 20-jährigen Jubiläum im Jahr 1999 mit der Aufstufung klappen würde.

855 schwere km quer durch Bayern

Was erwartet nun die Rennfahrer in der Woche vor Pfingsten? Scheinfeld in Mittelfranken empfängt die Sportler bereits am 19. Mai zu einem Auftakt nach Maß: am Mittwoch abend findet dort das Jubiläums-Kriterium zur 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt statt. Natürlich mit allen Stars, die einen Tag später auch bei der Rundfahrt starten. Mit einer Länge von 70 km auf einem anspruchsvollen Kurs im Herzen von Scheinfeld bietet dieses Kriterium eine willkommene Gelegenheit für die Rennfahrer, sich auf die Rundfahrt einzustimmen und vielleicht den einen oder anderen Gegner schon einmal ein bißchen auszutesten.

Richtig ernst wird es dann aber am Donnerstag, den 20. Mai, denn am Vormittag erfolgt der offizielle Start zur Jubiläums-Rundfahrt. Und wie sollte es auch anders sein, erwartet die Fahrer zum Auftakt gleich ein richtiger Hammer. 231 km lang ist die 1. Etappe von Scheinfeld nach Mainburg in der Hallertau und dazu noch extrem wellig. Es muß nicht immer ein Alpengipfel sein, um eine Etappe schwer zu machen. In diesem Fall sind es die vielen kurzen giftigen Anstiege, die verhindern, daß die Fahrer ihren Rhythmus finden und so an der Substanz zehren. Und obwohl sie im größten Hopfenanbaugebiet der Welt zu Gast sind, dürfen sich die Fahrer am Abend nicht mal ein kleines Bier gönnen. Das könnte sich am nächsten Tag rächen, denn auch die 2. Etappe gehört ganz klar in die Kategorie "Anspruchsvoll".

Am Freitag geht es nämlich weiter in den Bayerischen Wald. Zwiesel heißt das Etappenziel, doch davor liegen knapp 180 schwere Kilometer. Und auf dieser Etappe durch den Bayerischen Wald wartet dann auch der erste richtige Berg auf die Rennfahrer. Der Anstieg zur Rusel stand schon öfters auf dem Programm der Bayern-Rundfahrt und auch diesmal könnte es zu einer Vorentscheidung über den Ausgang der Etappe kommen. Bis zum endgültigen Zieleinlauf sind es zwar noch mehr als 50 km, aber vielleicht gelingt es einem der Bergspezialisten an diesem Tag seine Chance zu nutzen.

Am Samstag, den 22. Mai steht dann einer der Höhepunkte der diesjährigen Bayern-Rundfahrt auf dem Programm. Zunächst geht es jedoch von Zwiesel ins Rottal nach Pfarrkirchen. Knapp 110 km lang ist dieses Teilstück, im Vergleich zu den vorigen Tagen eigentlich ein Kinderspiel. Doch das dicke Ende folgt am Abend: Einzelzeitfahren heißt die Parole wenige Stunden nach dem Zieleinlauf auf dem Stadtplatz in Pfarrkirchen. Für die Fahrer bedeutet das, sich zwischendurch massieren lassen, eine Kleinigkeit essen, vielleicht noch etwas ruhen und dann wieder voll konzentriert zurück in den Rennsattel. Gut 15 km lang ist die Strecke für das Einzelzeitfahren. Seit jeher ist die Königsdisziplin im Radsport dafür bekannt, daß sie für ziemlichen Wirbel im Klassement sorgt. So wird es vielleicht auch in Pfarrkirchen sein, zumal zwei der weltbesten Zeitfahrer am Start sind: Jan Ullrich vom Team Deutsche Telekom und Uwe Peschel vom Team Gerolsteiner.

Vom Rottal geht es Pfingssonntag weiter ins Oberbayerische. Nach 157 km empfängt Dachau die Rennfahrer mit einer Zielgeraden, wie sie auch bei der Tour de France nicht oft vorkommt. Die letzten 1000 Meter, in Dachau sind sie vollkommen eben, kerzengerade und wunderbar breit, kurz ein idealer Tummelplatz für Erik Zabel & Co. Die Sprintstars werden ihre helle Freude an diesem Tag haben, vorausgesetzt natürlich, das Feld kommt geschlossen an. Ein Blick auf das Etappenprofil zeigt jedoch, daß von den Bergen an diesem Tag keine ernsthafte Gefahr ausgeht. Ein spannendes Finale ist also vorprogrammiert.

Falls die Rennfahrer auf einen gemütlichen Ausklang der Bayern-Rundfahrt gehofft haben, werden ihre Erwartungen nicht erfüllt, im Gegenteil. Auf der Schlußetappe am Pfingstmontag geht es nämlich noch einmal so richtig zur Sache. 178 km sind zwischen Dachau und Oberstdorf zu bewältigen und flach sind gerade mal die ersten 40 km. Danach steigt und fällt das Terrain in ständigen Wechsel. Der Höhepunkt dieser Etappe ist die Bergwertung in Brosis Elleg, bei der zum letzten Mal Punkte für das Rote Berg-Trikot vergeben werden. Dann wird sich entscheiden, ob die letzten 42 km zum Endziel nach Oberstdorf zur Triumphfahrt für oder zur Hetzagd auf den Mann in Gelb werden.

Endspurt bei der Bayern-Rundfahrt: Noch drei Wochen bis zum Start in Scheinfeld

Nur noch gut drei Wochen sind es bis zum Start der 20. Internationalen Bayern-Rundfahrt am 20. Mai in Scheinfeld. Nachdem die organisa-torischen und sportlichen Rahmenbedingungen bereits seit längerem feststehen, bekommt die Veranstaltung nun noch den letzten Feinschliff.

Vor allem in den Etappenstädten Scheinfeld, Mainburg, Zwiesel, Pfarrkirchen, Dachau und Oberstdorf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich soll für die Zuschauer neben den sportlichen Highlights auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten werden. Die Palette der Darbietungen reicht von Tanz- und Showgruppen über musikalische und akrobatische Einlagen bis hin zu den verschiedensten Ausstellungen und zahlreichen Wettbewerben für Kinder. Auch das leibliche Wohl kommt natürlich nicht zu kurz. Ein besonderer Renner verspricht der Telekom-Truck zu werden, der in jeder Etappenstadt Station macht. Dort gibt es nebem umfangreichen Informationsmaterial auch jede Menge Fan-Artikel und natürlich Autogrammkarten der Telekom-Stars. Sechs von ihnen, darunter Jan Ullrich und Erik Zabel, sind übrigens bei der Bayern-Rundfahrt live zu erleben.

Ein weitere Höhepunkt ist die tägliche Tombola, bei der es viele attraktive Preise zu gewinnen gibt. Und das kostenlos, denn der Losabschnitt befindet sich an der Rennzeitung, die bereits im Vorfeld der Rundfahrt in den Etappenstädten aufliegt und während des Rennens natürlich auch verteilt wird. Die besten Voraussetzungen also, um aus der Bayern-Rundfahrt ein richtiges Volksfest für die Zuschauer zu machen.

Sportlich läßt die Veranstaltung ohnehin keine Wünsche offen. Das Team Deutsche Telekom präsentiert sich in Bestbesetzung mit den Superstars Jan Ullrich und Erik Zabel. Dazu kommen weitere Top-Mannschaften wie Cantina Tollo, Polti und Balan. Die deutschen Farben werden u.a. von der Nationalmannschaft und den Teams Nürnberger, Gerolsteiner und Agro Adler Brandenburg vertreten. Natürlich wird auch Ex-Telekom-Profi und jetzige bayerische Landestrainer Mario Kummer mit seinen Bavarian Lions versuchen, ins Geschehen einzugreifen. Vor allem in der Nachwuchs-wertung um das Weiße Trikot der Bayerischen Milchwirtschaft wollen die jungen Talente aus Bayern für Wirbel sorgen. Das hochkarätige Fahrerfeld setzt sich insgesamt aus 96 Rennfahrern zusammen.

Vor dem eigentlichen Start am 20. Mai erwartet die Radsport-Fans in Mittelfranken ein besonderes Schmankerl. Bereits am Abend zuvor bestreiten die Teilnehmer der Bayern-Rundfahrt aus Anlaß des 20-jährigen Jubiläums der Veranstaltung ein Rundstreckenrennen in Scheinfeld. Mitten im Zentrum wurde ein attraktiver Rundkurs mit einer Länge von 2 km ausgewählt, der 35 Mal durchfahren wird. Mit dabei sind natürlich alle Stars, die einen Tag später auch die Bayern-Rundfahrt bestreiten werden. Die Verantwortlichen haben sich auf ein großes Zuschauerinteresse eingestellt, zumal gerade in Franken der Radsport eine besondere Tradition hat. Dazu kommt, daß auch Jörg Jacksche aus dem nahegelegenen Ansbach im Team Telekom am Start ist. Ein Grund mehr, für die Fans dieses Highlight am 19. Mai auf keinen Fall zu verpassen.

855 km lang ist die Strecke der diesjährigen Bayern-Rundfahrt und mehr als ein Viertel davon haben die Rennfahrer bereits am ersten Tag zu bewältigen. Mit 231 km ist das Teilstück von Scheinfeld nach Mainburg eine der längsten Etappen in der Geschichte der Bayern-Rundfahrt. Die nächsten Tage bringen zwar kürzere Teilstrecken, doch deshalb noch lange keine Erleichterung. Auf der Fahrt nach Zwiesel im Bayerischen Wald erwartet die Rennfahrer der Anstieg zur Rusel, in Pfarrkirchen findet nach der Vormittagsetappe am Abend noch ein Einzelzeitfahren statt und auch die Schlußetappe nach Oberstdorf im Allgäu hat es noch einmal in sich. Einer würdigen Jubiläums-Tour durch Bayern steht also nichts mehr im Wege!

 

Magenta ist Trumpf:
Jan Ullrich und Erik Zabel sind die Stars bei der
Internationalen Bayern-Rundfahrt '99!

Neben Super-Star Jan Ullrich wird das Team Deutsche Telekom nun auch Erik Zabel bei der Internationalen Bayern-Rundfahrt 1999 ins Rennen schicken. Damit avanciert das Aufgebot des Bonner Rennstalls endgültig zum Dreamteam für dieses radsportliche Highlight, das vom 20. - 24. Mai bereits zum 20. Mal ausgetragen wird.

Insgesamt werden 16 Mannschaften aus 8 Nationen am Start erwartet. Dazu gehören so bekannte Sportgruppen wie Rabobank, Polti, Cantina Tollo oder TVM. Die deutschen Hoffnungen ruhen jedoch nicht alleine auf Jan Ullrich & Co. Auch das Team Gerolsteiner mit Uwe Peschel und Italien-Heimkehrer Michael Rich, die Agro Adler aus Brandenburg mit dem viermaligen Friedensfahrt-Sieger Uwe Ampler oder das Team Nürnberger zählen durchaus zum Kreis der Favoriten. Das eine Überraschung immer möglich ist, bewies im Vorjahr Steffen Kjaergaard (Team Chicky World). Auf der letzten Etappe sicherte er sich mit einer bravourösen Leistung, aber dennoch vollkommen unerwartet den Gesamtsieg bei der Internationalen Bayern-Rundfahrt. Auch in diesem Jahr ist der Norweger wieder mit von der Partie, wird es jedoch ungleich schwerer haben, seinen Überraschungserfolg zu wiederholen. Denn diesmal kann er seinen Coup nicht so einfach aus der zweiten Reihe heraus planen, im Gegenteil. Kjaergaard trägt die Startnummer 1, die ihn als Titelverteidiger kennzeichnet.

Etappenjäger Erik Zabel dürfte die Internationale Bayern-Rundfahrt noch in bester Erinnerung haben. Nicht nur bei der Tour de France machte der zweimalige Mailand-San Remo Sieger von sich Reden: in Bayern konnte er bereits vier Etappensiege auf seinem Erfolgskonto verbuchen, ein Guthaben, das in diesem Jahr noch weiter anwachsen dürfte. Auch bei der Wertung um das Blaue R+V-Sprinttrikot gilt Erik Zabel als großer Favorit. Diese Sonderwertung wird 1999 enorm an Bedeutung gewinnen.

Während jeder Etappe werden maximal drei Zwischensprints ausgetragen, die zur R+V- Punktewertung zählen. Die drei schnellsten Fahrer erhalten dabei die begehrten Punkte für die Sprintwertung und darüber hinaus auch Zeitgutschriften, die in die Gesamtwertung einfließen. Als zusätzlichen Anreiz stiften die Bürgermeister, Landräte oder Bankdirektoren in den Städten, wo ein Punktesprint ausgetragen wird, wertvolle Prämien. Der Fahrer, der die meisten Punkte für sich verbuchen konnte, trägt das Blaue R+V-Trikot des besten Sprinters.

Das gleiche Prinzip gilt übrigens auch für die Schwäbisch Hall-Bergwertung. Der beste Bergfahrer erhält als Auszeichnung das Rote Berg-Trikot.

Die wichtigste Wertung ist jedoch nach wie vor die Gesamtwertung der Volksbanken und Raiffeisenbanken, denn sie entscheidet letztendlich über den Gesamtsieg bei der Internationalen Bayern-Rundfahrt. Der Führende im Gesamtklassement fährt wie bei der Tour de France im Gelben Trikot. Zusammen mit der Internationalen Bayern-Rundfahrt feiern auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr 20-jähriges Jubiläum, denn genauso lange haben sie das Patronat für das Gelbe Trikot inne. Um auch jungen Talenten im Konzert der Großen eine Chance zu geben, wurde bei der Bayern-Rundfahrt die Nachwuchs-Wertung eingeführt. Im vergangenen Jahr war es Jörg Jacksche, jetzt in Diensten des Teams Deutsche Telekom am Start, der sich diese Trophäe sicherte. Auch in diesem Jahr wird es eine Nachwuchs-Wertung geben. Der beste Fahrer unter 23 Jahre wird mit dem Weißen Trikot der Bayerischen Milchwirtschaft ausgezeichnet.

Auf der 855 km langen und schweren Strecke durch Bayern ist also für alle etwas geboten: die Fahrer können ihre besonderen Fähigkeiten am Berg, im Sprint oder im Zeitfahren unter Beweis stellen und die Zuschauer erleben spannenden Sport auf höchstem Niveau. Insgesamt sind die 96 Rennfahrer fünf Tage lang quer durch Bayern unterwegs. Am 20. Mai treffen sie sich im mittelfränkischen Scheinfeld zum Start der Internationalen Bayern-Rundfahrt, die auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber ausgetragen wird. Die Strecke führt weiter über Mainburg, Zwiesel, Pfarrkirchen und Dachau nach Oberstdorf im Allgäu, wo am Pfingstmontag die Entscheidung über den Gesamtsieg fallen wird. Als besonderes Highlight gilt im Vorfeld bereits das 15 km lange Einzelzeitfahren, das am 22. Mai in Pfarrkirchen stattfindet. Die Stadt im Rottal ist heuer bereits zum fünften Mal Gastgeber für die Internationale Bayern-Rundfahrt, die sich für diese Treue mit einem besonderen Geschenk revanchiert. Das Zeitfahren zählt seit jeher zu den Königsdisziplinen des Radsports. Spannung verspricht dieser Wettbewerb nicht zuletzt deswegen, weil sich erfahrungsgemäß immer gravierende Veränderungen im Klassement ergeben. Jan Ullrich hat dies bei der Tour de France bereits des öfteren eindrucksvoll unter Beweis gestellt und in Pfarrkirchen gilt er aus diesem Grund als Top-Favorit. Doch auch Uwe Peschel vom Team Gerolsteiner ist ein excellenter Zeitfahrer. Er ist nicht nur Deutscher Meister in dieser Disziplin, sondern gewann 1997 mit dem Grand Prix des Nations einen der renommiertesten Zeitfahr-Wettbewerbe überhaupt. 1996 legte Uwe Peschel beim damaligen Einzelzeitfahren in Feuchtwangen den Grundstein zu seinem Gesamtsieg bei der Bayern-Rundfahrt.

Gespannt sein darf man, welche Fahrer die ausländischen Sportgruppen für die Bayern-Rundfahrt aufstellen werden. Eine Entscheidung hierüber wird in den nächsten zwei Wochen fallen. Dann wird sich der Kreis der Favoriten für die Internationale Bayern-Rundfahrt mit Sicherheit noch vergrößern.

20 Jahre und kein bißchen müde

Die Internationale Bayern-Rundfahrt feiert 1999 Jubiläum!

Ein Klassiker feiert Geburtstag: vor 20 Jahren wurde die Internationale Bayern-Rundfahrt aus der Taufe gehoben. In dieser Zeit mauserte sich die Veranstaltung von der wenig beachteten Senioren-Rundfahrt zu einer der bedeutendsten Profi-Rundfahrten Deutschlands. Ein unglaublicher Erfolg, der 1999 gebührend gefeiert werden soll!

Das schönste Geschenk zum Jubiläum kam vom Weltradsportverband: die UCI machte aus der Internationalen Bayern-Rundfahrt die am höchsten eingestufte Länderrundfahrt in Deutschland. Damit steht die Veranstaltung gleichwertig neben so namhaften Rennen wie der Friedensfahrt oder auch der neuen Deutschland-Tour.

Für Rundfahrtleiter Ewald Strohmeier ist diese Entscheidung der UCI durchaus nachvollziehbar: "Wir haben sehr hart gearbeitet, um aus der Bayern-Rundfahrt eine internationale Top-Veranstaltung zu machen. Und das Interesse so namhafter Mannschaften wie Team Telekom oder Polti spricht doch für sich. Ich freue mich riesig, daß die Anerkennung, die wir schon seit Jahren von Fahrern, Betreuern und auch den Kommissären erfahren, jetzt auch durch den Weltradsportverband Bestätigung findet."

Auch in diesem Jahr ist das Interesse der großen Mannschaften an der Bayern-Rundfahrt ungebrochen. Die Teilnahme von Team Telekom steht bereits fest. Die Bonner Fernmelder brachten in den vergangene beiden Jahren Sprint-As Erik Zabel mit nach Bayern, der seinem Ruf mehr als gerecht wurde und vier Etappensiege nach Hause fuhr. Auch mit den Mannschaften Rabobank und Asics sind die Verträge schon unter Dach und Fach, während die Verhandlungen mit Polti und Ballan noch laufen. In jedem Fall werden fünf Mannschaften des internationalen Top-Radsports in Scheinfeld am Start sein. Jeweils ein Startplatz geht an das deutsche Straßennationalteam von Peter Weibel und an die Regionalauswahl aus Bayern, die von Ex-Telekomprofi Mario Kummer gecoacht wird. Die restlichen Teilnehmer kommen aus dem Lager der GSII-Teams, darunter die dänische Equipe Chicky World, die mit Steffen Kjaergaard den letztjährigen Sieger in ihren Reihen hat. Aber auch Uwe Ampler, der Friedensfahrt-Gewinner von 1998, oder Andreas Kappes , beide aus dem Team Agro Adler Brandenburg, werden versuchen, den Top-Stars von Team Telekom & Co. das Siegen schwer zu machen. Mit dabei sind darüber hinaus auch die deutschen Profi-Mannschaften Team Gerolsteiner, Team Nürnberger und Die Continentale/Olympia. Komplettiert wird das Fahrerfeld durch die Mannschaften Post Swiss aus der Schweiz, Telekom Slovenie und Vlaanderen 2002 aus Belgien.

Sehen lassen kann sich auch die Jubiläumsrunde, die in diesem Jahr von Mittelfranken ins Allgäu führt. Für den Start fiel die Entscheidung auf Scheinfeld, das die Bayern-Rundfahrt damit bereits zum dritten Mal beherbergt. Von dort führt die Strecke zunächst nach Mainburg im Hopfenland Hallertau und dann über Zwiesel im Bayerischen Wald nach Pfarrkirchen, in die Rundfahrt-Stadt schlechthin. Zum fünften Mal ist die Internationale Bayern-Rundfahrt im Rottal zu Gast und auch in diesem Jahr wird der Besuch der schnellen Radler mit einem großen Stadtfest gefeiert. Die Rundfahrt bedankt sich auf ihre Weise: mit einem spannenden Einzelzeitfahren, bei dem die Zuschauer die tolle Tour-Atmosphäre in besonderer Weise erleben können. Am Pfingstsonntag geht die Reise weiter ins oberbayerische Dachau und von dort zum Zielort Oberstdorf im Allgäu. Insgesamt hat die Strecke eine Länge von 855 km.

Auch die 20. Internationale Bayern-Rundfahrt steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten. Dr. Edmund Stoiber stiftet für den Gesamtsieger einen wertvollen Löwen aus edlem Nymphenburger Porzellan, der in Radsportkreisen bereits zu einer begehrten Trophäe geworden ist.