Maxime Monfort hatte keine Probleme, sein Gelbes Trikot der Volksbanken Raiffeisenbanken auf dem letzten Teilstück der Bayern Rundfahrt 2010 zu verteidigen. Sein Team HTC Columbia hatte die Konkurrenz zwischen Berching und Fürstenfeldbruck jederzeit voll im Griff und ließ nur die Fahrer entkommen, die keine Gefahr für den Gesamtführenden darstellten. Einer von ihnen war der Pole Marcin Sapa (Team Lampre), der nach 72 Kilometern zusammen mit dem Australier Travis Meyer (Garmin-Transitions) und Wouter Mol aus den Niederlanden (Vacansoleil) einen beherzten Angriff wagte, und als Etappensieger in Fürstenfeldbruck über den Zielstrich fuhr. Der junge Australier Leigh Howard vervollständigte den Triumph von HTC Columbia mit dem Sieg in der SDK-Sprintwertung um das Blaue Trikot. Auch die Mannschaft Xacobeo Galicia aus Spanien, die eine große Bereicherung für das Rennen war, nahm ein Trikot mit nach Hause: Serafin Martinez verteidigt auf der einzigen Bergwertung des Tages seine Führung um das weiß-rot gepunktete Trikot von Frankenbrunnen. In der R+V-Nachwuchswertung gab es am letzten Tag keine Veränderung mehr. Der Italiener Adriano Malori (Lampre - Farnese Vini) behauptete seine Führung ohne Probleme. Als beste Mannschaft verabschiedete sich das italienische Team Lampre-Farnese Vini aus Bayern.Monfort misst seinem Erfolg in Bayern große Bedeutung bei: "Das ist ein wichtiger Sieg für mich, ich bin nicht der große Siegfahrer, es ist ja überhaupt erst der fünfte Sieg in meiner Karriere, ich genieße es. Das Zeitfahren war mein Schlüssel zum Erfolg." Sein Mannschaftsleiter Jan Schaffrath sieht sein Team für weitere Aufgaben gut gerüstet: "Maxime ist in der Auswahl für die Tour de France und mit diesem Sieg hat er sich natürlich wieder ein Stück ins Gespräch gebracht und gleichzeitig wird er eine Riesenmotivation haben für die nächsten Rennen. Und natürlich für Leigh Howard, erste Profi-Saison, hier das Sprinttrikot gewonnen, zwei Etappen unter den ersten Drei, das gibt auch Aufwind für die nächsten Aufgaben. Von daher sind wir überglücklich mit dem Ergebnis."
Auf der letzten Etappe von Berching nach Fürstenfeldbruck ließ Columbia HTC zunächst nichts anbrennen. Die amerikanische Mannschaft um Monfort setzte sich vom Start weg an die Spitze des noch 116 Fahrer starken Feldes und versuchte von Beginn an mit sehr hohem Tempo alle Ausreißambitionen im Keim zu vereiteln. Die erste Rennstunde wurde mit einem Stundenmittel von 48 km/h absolviert. Bei böigem Wind und teilweise recht heftigen Regenschauern gelang es dennoch einer Ausreißergruppe mit Marcin Sapa, Travis Meyer und Wouter Mol einen Vorsprung von über drei Minuten herauszufahren. Damit kam der Australier verdächtig nahe ans Gelbe Trikot. Doch Columbia HTC reagierte schnell und verschärfte abermals das Tempo. Das Duo rettete 16 Sekunden ins Ziel, Sapa gewann den Sprint vor Meyer. Der Gesamterfolg des Belgiers Maxime Monfort war letztendlich jedoch nicht gefährdet. Als bester Deutscher landete Simon Geschke (Skil- Shimano) auf dem 4. Platz der Gesamtwertung. Gerald Ciolek (Milram) verpasste das Podium auf der Schlußetappe als Vierter nur ganz knapp.
Audiobeitrag zur Abschlussetappe der 31. Bayern Rundfahrt














